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Memo an mich: Entspann dich!

5. März 2010; Kategorie: Gedankenblitz

Badewanne mit Milch und Rosenblättern

Aktueller Status: 140.427 Wörter (Fantasy-Projekt); erster Entwurf.

Ich hab ja schon geschrieben, dass ich im Augenblick in einem Plotloch stecke, was mich extremst demotiviert (obwohl das Ende wirklich nicht soo schwer zu schreiben sein sollte). Wie man sieht, hab ich keine besonders großen Sprünge gemacht. Dazu kommt, dass ich augenblicklich förmlich im Stress ertrinke. Mein Hirn war gestern total Matsch und es ging gar nichts mehr.

Das Problem

Kennt wohl jeder: zu viele Dinge auf der Todoliste. Die Schreibwerkstatt, der Blog, tonnenweise E-Mails, PNs, zu lesende und zu beantwortende Forenbeiträge, Arbeit, Haushalt, Familie, Freunde … noch mehr, zu viel, zu viel, zu viel.

Die Folge: Wenig Lust zum Schreiben, kaum Ideen, Kopf leer, Lust unten, alles ihhh

Deshalb heute ein Memo an mich:

Geh in die Badewanne. Wenn gar nichts mehr läuft, einfach warmes Wasser einlassen, viel zu viel rosa Badeschaum dazugeben, ein Buch mitnehmen, auf dass nicht all zu viel Lust besteht und einfach nur entspannen.

Das Ziel war gar nicht, mit besonders großartigen Ideen wieder auszusteigen, natürlich dürfen sie kommen, wenn sie wollen, aber wenn nicht, dann bin ich im schlimmsten Fall einfach nur mächtig entspannt. Im besten - so wie gestern, werde ich überflutet von so vielen Ideen, dass ich gar nicht schnell genug wieder aus der Wanne kommen konnte und das Buch hab ich nicht einmal angerührt.

Ach ja: kühl (nicht kalt oder eisig) abduschen bringt die Gehirnzellen noch mal extra auf Trab.

Ein warmes Entspannungsbad kann Wunder wirken.
Nimm etwas zum Schreiben mit, das Wasser ab kann!

Disclaimer:

Das ist wirklich nur ein Memo an mich selbst. Wie immer gilt: Nimm mit, was du gebrauchen kannst und vergiss den Rest ^^

Diskussion

Hilft dir Baden, um dich zu entspannen oder Ideen zu finden? Ist das nur etwas für Frauen? Womit machst du Notizen in der Badewanne? Was ist deine liebste Methode um dich zu entspannen? Was machst du, wenn du total matschig im Kopf bist?

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Realität VS Fantasie

2. März 2010; Kategorie: Gedankenblitz

True Love

Heute mal eine kleinere (oder größere) philosophische Betrachtung.

Wir kennen sie alle. Die perfekten Liebhaber aus den Liebesromanen. Egal ob Männlein oder Weiblein, der Protagonist trifft im Laufe des Romans seinen Seelenverwandten, sie verlieben sich, sie überwinden einige Hindernisse und sie bekommen einander.

Mit einem “und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute” (oder einem moderneren Äquivalent), läuft die Geschichte in ein wunderschönes und immerwährendes Happy End aus.

Perfekte Menschen

In solchen Geschichten sind die Protagonisten, insbesondere aber “die bessere Hälfte“, immer absolut perfekt. Gut, vielleicht haben sie einen Schuhtick oder lassen gerne ihre Socken herumliegen. Aber sie alle haben gemeinsam, dass sie kontinuierlich bis über beide Ohren verliebt sind, ständig zärtlich und bis auf sehr, sehr wenige Ausnahmen immer gut gelaunt.

Die Realität

Mal ehrlich: Wer kann von sich behaupten, genau so zu sein?

Ich meine abgesehen davon, dass nicht jeder Mann ein zärtlich, starker, immer gutmütiger Adonis und nicht jede Frau ein 1,60m großes, sportliches 90/60/90 Model mit hübschem Gesicht und überragendem Intelligenzquotienten, Witz, Charme und Esprit sein kann. Auch die geistige und emotionale Ausgeglichenheit, die in den meisten Romanen an den Tag gelegt wird, ist schlichtweg unmöglich.

Wenn ich selbst diese Standards erfüllen müsste, ich wäre heillos überfordert. Ich halte mich schon für einen sehr positiven Menschen, aber manchmal, da hab auch ich ein armes Tier*, da hasse ich es einkaufen zu gehen oder bin zum Streiten aufgelegt.

*armes Tier = unbegründete Traurigkeit oder schlechte Laune.

Ewige Liebe

Ganz besonders die immerwährende, ständig gleich bleibende Liebe,  die existiert nicht. Ich will damit auf keinen Fall sagen, dass man nicht ein Leben lang miteinander glücklich werden kann (ganz im Gegenteil Herz), aber Beziehungen verändern sich, Gefühle verändern sich, ganz genau so wie die Menschen, die zusammengehören, sich verändern. Das muss gar nichts Schlechtes sein, mit der Zeit lernt man sich eben besser kennen, da müssen sich die Gefühle sogar verändern (manchmal zum Guten, manchmal zum Schlechten).

Und zwischen allen Menschen gibt es Reibungen, Spannungen und Streit, aber auch Gemeinsamkeiten, Zuneigung und Versöhnung. Das sind alles Dinge, die zum täglichen Leben dazu gehören. Ich kann mich aber kaum an die letzte Geschichte erinnern, wo etwas in der Richtung vorgekommen ist.

Friede, Freude, Eierkuchen, so heißt die Devise.

Versteh mich nicht falsch, ich mag diese Harmonie, ginge es nach mir, dann hätten sich alle Menschen lieb und wenn ich so eine richtig schöne Liebesschnulze lese, dann ist es eigentlich genau das, was ich lesen möchte.

Traum-Männer und Traum-Frauen

Ich hab mich schon ein paar Mal dabei erwischt, wie ich mir so einen Traum-Mann (die Rechtschreibung ist Absicht, weil es sich um Männer handelt, die nur im Traum existieren) gewünscht habe und mir dann ernsthaft selbst erklären musste, dass es so jemanden nirgendwo auf der Welt gibt.

Denn, ganz egal wie sehr man jemanden liebt, es wird immer mehr als einen Punkt geben, in dem ich man nicht übereinstimmt. Es wäre auch wirklich seltsam, wenn es anders wäre.

Schürt das nicht unerreichbare Erwartungen?

Ich hab letztens einen Bericht gesehen, in dem es darum ging, dass die Models, Stars und Sternchen auf dem Cover von Zeitschriften, in der Werbung und in Videos, alle “gephotoshopt” werden, soll heißen, ihre Augenringe werden retuschiert, ihre Falten versteckt, ihre Rundungen reduziert, so dass am Ende ein Schönheitsideal entsteht, das in der Realität gar nicht erreicht werden kann (weil das Bild nicht in der Realität entstand, sondern in einem Computerprogramm). In etwa so wie Barbie, die so dünn ist, dass man nicht mal mit viel gutem Willen alle lebensnotwendigen Organe in ihrem Körper unterbringen könnte, wollte man ihr Leben einhauchen.

Auf jeden Fall war in dem Bericht eine Frau, die tatsächlich das “Photoshoppen” von Bildern verbieten wollte, um junge Mädchen davor zu bewahren, sich unerreichbare Ideale anzueignen. Ihr Standpunkt lautete sinngemäß:

“Wissen die Mädchen, dass die Bilder retuschiert wurden? Ja, sie wissen es. Aber ist ihnen das auch bewusst, wenn sie nach diesen Idealen streben? Nein, sie sehen nur das, was sie gerne sein möchten, ohne es jemals erreichen zu können.”

Erst einmal vorweg, ich will das “photoshoppen” nicht verbieten und ich habe auch nichts gegen Liebesromane (egal ob schnulzig oder nicht). Aber in diesem Zusammenhang bin ich doch ins Grübeln geraten:

“Wissen die Leser, dass es so eine perfekte Welt nicht gibt? Dass sie niemals so einen Traum-Partner finden können?”

Natürlich können sie sich verlieben und alles, aber es wird niemals nur, nur, nur Friede, Freude, Eierkuchen sein (verstehst du, was ich meine?).

Und wenn sie es wissen, ist es ihnen dann auch bewusst, wenn sie auf die Suche gehen. Oder ist da nicht doch in jedem von uns diese winzige Stimme, die ruft “Aber ich will eine/n Jeanne/Edward/Jacob/Harry/Pamela/Hale …“.

Und wenn diese Stimme existiert, ist es dann nicht unfair von ihr, ganz stink normale Menschen mit diesen Fantasiegebilden zu vergleichen?

Schließlich kann ich niemals so perfekt sein, wie eine Romanfigur, egal wie sehr ich mich anstrenge, genauso wenig, wie ich meine Gebärmutter zusammen mit meiner Leber und meinen beiden Nieren spenden kann, um so dünn zu werden wie Barbie.

Diskussion

Was sagst du zu dem Thema? Wecken Geschichten in uns unerfüllbare Erwartungen? Wissen die Leser, dass es solche Menschen nicht gibt? Ist es den Lesern auch bewusst? Oder ist das alles völliger Humbug, über den man sich keine Gedanken machen sollte? Sollten Geschichten und Charaktere genau so sein? Oder sollten wir mehr Realität in unsere Geschichten einbauen? Hast du dich schon einmal in (d)eine Romanfigur verliebt? Findest du das bedenklich/normal/herrlich?

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Memo an mich: Alles komplett durchplotten!

26. Februar 2010; Kategorie: Gedankenblitz

Postit: Alles komplett durchplotten

Aktueller Status: 139.803 Wörter (Fantasy-Projekt); erster Entwurf.

Es fehlt nur noch das Ende, läppische fünftausend bis zehntausend Wörter würde ich schätzen und was mache ich? Ich drücke mich.

Okay, zugegebener Maßen versinke ich gerade mal wieder im Stress, aber das hat mich bisher auch nicht abgehalten.

Das Problem

Ich denke, das Hauptproblem besteht darin, dass ich zwar weiß, was ungefähr passieren soll, aber, dass ich es nicht geplottet habe.

Dasselbe ist mir schon einmal, etwa in der Mitte der Geschichte, passiert. Ich hatte eine ungefähre Ahnung, aber es gab keinen Plot. Dieses Stück hat sich gezogen wie drei Monate alter, schon zweimal gekauter Kaugummi.

Deshalb heute ein Memo an mich:

Plotte die gesamte Geschichte, jede Szene vom Anfang über die Mitte bis hin zum Ende. Lass dich von keinem noch so wunderhübsch verführerischen “das wird sich schon ergeben” dazu bringen, Lücken zu lassen (egal wie winzig sie erscheinen mögen). Vielleicht ergibt es sich wirklich, vielleicht aber auch nicht.

Ein vorhandener Plot lässt sich umschreiben.
Ein nicht existenter Plot hält dich nur auf.

Disclaimer:

Das ist wirklich nur ein Memo an mich selbst. Wie immer gilt: Nimm mit, was du gebrauchen kannst und vergiss den Rest ^^

Diskussion

Zum Statusbericht: Mein allererster “kurzer Statusbericht“, da erste Ergebnisse der Umfrage darauf hindeuten, dass ihr Interesse an so etwas haben könntet. Deshalb meine Frage, an dieser Stelle: War es das, was du dir vorgestellt hast? Wie hat es dir gefallen? Was gibt es zu verbessern?

Zum Thema: Plottest du deine Geschichten komplett durch oder gar nicht? Lässt du Lücken? Wie gehst du mit ihnen um? Was sind die drei wichtigsten Dinge, die du aus deiner aktuellen Geschichte gelernt hast, die du bei deinem nächsten Roman besser machen wirst?

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