14 Quellen der Inspiration – Teil 1: Brainstorming, Mindmaps und Cluster

18 Nov

Ideen finden ist häufig das Schwierigste. Darum befasse ich mich in dieser Serie mit dem Prozess der Ideenfindung an sich. Am Ende hast du dann einen ganzen Werkzeugkasten an Möglichkeiten, mit denen du dich selbst, jederzeit inspirieren kannst.

Die Serie besteht aus folgenden Teilen:

1. Brainstorming, Mindmaps und Cluster – Ideen sammeln, suchen und sortieren.
2. Raus hier! – Bewegung und neue Eindrücke, den Gedanken Luft machen.
3. Vorbilder – Die Ideen anderer Leute, wie dir deine Vorbilder helfen können.
4. Assoziatives Schreiben – Ein Anfang zum Ändern und freies Schreiben.
5. Kunst und Musik – Die richtige Stimmung erzeugen

Merke: Es geht hierbei nur um das Finden von Ideen im Allgemeinen. Willst du aus einer Idee einen Roman machen musst du, bevor du ans Eingemachte gehst und einen Plot schreibst, zunächst die Charaktere entwickeln. Aber dazu in späteren Beiträgen mehr.

In diesem ersten Teil beschäftige ich mich mit der Methode des Brainstormings und seiner Strukturierung durch Mindmaps und Cluster.

1. Brainstorming

Brainstorming bedeutet, dass du deinen Gedanken zunächst erlaubst in jede beliebige Richtung zu schweifen. Selbst die absurdesten Assoziationen sind erlaubt und erst in einem zweiten Schritt wird gefiltert.

Die einfachste Methode des Brainstormings läuft etwa so ab:

Du nimmst dir einen Block und einen Stift, lehnst dich in deinem liebsten Sessel zurück. Jetzt schreibst du erst Mal das Thema auf. Es wäre gut wenn du schon eine Grobe Ahnung hättest worum es gehen soll. Weil es hier aber gerade um die Ideenfindung geht, ist es durchaus in Ordnung, wenn du nur ein Genre als Überschrift auf dein Blatt schreibst. Lies dazu auch meinen Artikel zum Thema: Das Geheimnis des richtigen Genres

So, das Thema steht und jetzt lehn dich zurück und lass deine Gedanken fließen, in alle Richtungen. Jeder noch so abstruse Gedanke ist erlaubt. Es gibt kein „falsch“, kein „unbrauchbar“, es gibt nur Gedanken, die du aufschreibst.

Am Ende des Brainstormings, hast du eine sehr wild durcheinander geworfene Liste von Dingen, die alle unterschiedlich sinnvoll und unterschiedlich wichtig sind.

Schon in dieser frühen Form ist das Ergebnis brauchbar. So kannst du dir jetzt die Punkte heraussuchen, die dir vielversprechend erscheinen und gleich ein neues Brainstorming veranstalten.

Oder du kannst deine Stichworte sortieren:

2. MindmapMindmap

Mindmaping ist eine Möglichkeit, die beim Brainstorming entstehenden Ideen und Gedanken zu strukturieren. Du kannst entweder erst ein Brainstorming machen und dann eine Mindmap verwenden um die Ergebnisse zu sortieren, oder gleich mit der Strukturierung beginnen.

Dazu nimmst du ein Din-A4 Blatt und legst es quer vor dich hin (oder du benutzt eine Mindmapping-Software deiner Wahl). In die Mitte schreibst du dein Thema, um es hervorzuheben ziehst du einen Kreis drum herum [Bild, Punkt 1]. Zur Stimulierung deiner kreativen Gehirnhälfte kannst du auch ein passendes Bild dazu malen. Bei der Mindmap ist alles erlaubt, was deine Fantasie beflügelt und dein Gehirn zum denken anregt.

Wenn dir jetzt ein neuer Gedanke zu deinem Thema kommt, schreibst du ihn in einem Wort auf das Blatt (am Besten in großen Druckbuchstaben, damit es leserlich bleibt) und verbindest es durch einen Strich mit dem Hauptbegriff [Bild, Punkt 2]. Diese Verbindung nennt man Ast, oder Strahl. Wichtig ist einzig, dass das was du aufschreibst nur einzelne Wörter sein dürfen, nur ein Wort pro Idee. Jedes Wort wird mit dem Thema verbunden aus dem es geboren wurde. So wächst deine Mindmap an und bildet immer mehr Strahlen, immer feinere Verästelungen aus [Bild, Punkt 3].

Beim Erstellen kannst du für jeden Ast eine eigene Farbe verwenden, oder du benutzt eine Farbe für ähnliche Begriffe die sich aber auf unterschiedlichen Strahlen befinden. Die Regel ist: Es gibt keine Regel!

Eine Mindmap entsteht aus dir selbst, jeder Mensch macht sie anders und du musst herausfinden, wie sie dir am Besten hilft deine Ideen zu finden und zu ordnen. Vielleicht zeichnest du lieber kleine Skizzen, anstatt Worte aufzuschreiben. Du kannst auch Pfeile und verschiedene Arten von Strichen verwenden um noch mehr Struktur herein zu bringen. Selbst Fotos, Zeitungsschnipsel, Post-its, Textmarker, Buntstifte und Glitter sind absolut erlaubt.

Irgendwann hast du das Thema erschöpft.

Was heraus kommt kann unter Umständen sehr unübersichtlich aussehen. Dazu gibt es wieder zwei Möglichkeiten. Entweder du erstellst nun eine neue Mindmap, mit demselben Thema. Diesmal weißt du ja schon, was für Begriffe herauskommen können. Deshalb kannst du jetzt viel besser strukturieren.

Die zweite Möglichkeit ist, dass du gleich von Anfang an sortierst. Das kann am beim ersten Mal ein wenig schwierig sein, aber wenn du dich erst einmal an die Form der Mindmap gewöhnt hast, geht das fast wie von selbst.

Bist du am Ende angekommen, und hast du immer noch keine gute Idee, dann ist es Zeit für eine Neue Mindmap, mit einem anderen Fokus. Dazu benutzt du die erste Mindmap als Ansatz. Welcher Punkt hört sich viel versprechend an?

3. Rico Cluster

Eine weitere Möglichkeit deine Gedanken zu strukturieren ist das Cluster. Es ist der Mindmap sehr ähnlich. Die Unterschiede sind in meinen Augen nicht besonders groß (Die Cluster-Liebhaber mögen mich steinigen, aber besser noch mich per Mail eines Besseren belehren). Der einzige Unterschied den ich finden konnte, besteht darin, dass das Cluster eher benutzt wird um Texte zu strukturieren. Für jedes Kapitel gibt es ein eigenes Cluster, die einzelnen Ergebnisse werden mit Pfeilen verbunden und mit Zahlen markiert um ihr Auftauchen im Kapitel zu ordnen. Bilder und andere kreative Mittel scheinen nicht üblich zu sein. Für mich ist diese Methode deshalb eher für’s Plotten geeignet; Wenn du schon weißt worum es gehen soll, und nur noch die Themen in Kapitel einteilen und sortieren möchtest.

Morgen geht es weiter mit dem zweiten Teil dieser Serie.

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