Wie veröffentliche ich mein Manuskript?

25. August 2010; Kategorie: Veröffentlichung

Veröffentlichung

Wie versprochen starte ich hiermit eine Serie, die sich rund um die Frage dreht:

Wie veröffentliche ich mein Manuskript?

In diesem ersten Artikel möchte ich dir eine kurze Übersicht darüber geben, was dich erwartet.

Zugegeben, dieser Artikel wird bei seiner ersten Veröffentlichung noch nicht viel Inhalt haben. Aber ich hoffe er macht dir Lust auf mehr.

Außerdem werde ich an dieser Stelle immer wieder den Inhalt der einzelnen Artikel ergänzen und auch einen Link zum entsprechenden Beitrag hinzufügen. Am Ende der Serie wird dieser Artikel dann neu veröffentlicht.

Wenn dir das Warten zu lange dauert, wirf doch einen Blick in meinen Charakterkurs, lass dich inspirieren oder schaff dir schon einmal Freiräume zum Schreiben deines nächsten Romans.

Disclaimer

Ich behalte mir vor einzelne Teile noch umzubenennen, zu streichen, zu ergänzen, zusammenzuführen, aufzuteilen und die Reihenfolge zu verändern, wo es mir sinnvoll erscheint.

Für die gesamte Serie gilt: Das sind die Ergebnisse meiner eigenen, umfassenden Recherche. Ich übernehme keine Garantie für deinen Erfolg. Wie immer gilt: Setz deinen gesunden Menschenverstand ein, nimm mit, was du für dich gebrauchen kannst und vergiss den Rest.

Teil 1: Verlage

a) Verlag suchen und finden

Dein Manuskript ist fertig. Der nächste Schritt ist, einen Verlag dafür zu finden. Was ist ein Verlag und wieso ist es so wichtig genau den Richtigen auszusuchen? Wieso kannst du dein Manuskript nicht einfach an jeden schicken? Wo findest du Verlage und woher weißt du, ob sie Interesse an deinem Manuskript haben könnten? [mehr]

b) Den richtigen Verlag wählen

Wenn du eine Liste von Verlagen gemacht hast, die in Frage kommen, musst du dir überlegen, bei welchem es sich überhaupt lohnt, dein Manuskript einzusenden. Wie du das machen kannst, beschreibt dieser Artikel im Detail.

Teil 2: Das Anschreiben

Ein Anschreiben ist sozusagen dein allererster Eindruck, deine Bewerbung. Was kannst du tun, damit es möglichst positiv aufgenommen wird? Wie sollte es aussehen? Was gehört alles rein?

Teil 3: Begriffserklärungen

Viel wurde über das Exposé und all seine Formen gesagt und geschrieben, es existiert ein breiter Interpretationsspielraum, was die Begrifflichkeiten angeht. Damit wir alle wissen, wovon wir sprechen, zunächst einmal ein Überblick über die wichtigsten Begriffe. Außerdem eine Einführung in das „Warum“. Wieso ist ein Exposé überhaupt notwendig? Warum ist es so wichtig?

Teil 4: Das Konzept

Was ist ein Konzept und wie sollte es aufgebaut sein? Brauchst du überhaupt eins?

Teil 5: Das Exposé

a) Die Form

Wie sieht ein Exposé überhaupt aus?

b) Der Inhalt

Was gehört in ein Exposé hinein und was nicht?

c) Exposé-Checkliste

Hier findest du eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten zum Exposé noch einmal zusammengefasst, sowie eine ausführliche Liste meiner Quellen und weiterführender Literatur.

Teil 6: Der Pitch

Was ist ein Pitch? Wozu brauchst du ihn? Wie schreibst du einen?

Teil 7: Das Manuskript

Wie kannst du dein Manuskript bestmöglich vorbereiten, um deine Chancen zu steigern, angenommen zu werden?

Teil 8: Das Zielpublikum (im Konzept-Teil?)

Für Verlage ist es wichtig herauszufinden, ob dein Manuskript auch zu ihnen passt. Deshalb ist die Angabe des Zielpublikums besonders wichtig. Aber wie machst du das am besten?

Teil 9: Agenturen

Was sind Agenturen und Agenten? Brauchst du überhaupt eine/n?

Diskussion

Diskutiere in der Schreibwerkstatt über die Manuskript veröffentlichen Serie und darüber wie du dein Manuskript veröffentlicht hast oder veröffentlichen möchtest. Auch Vorschläge und vorausgreifende Fragen werden während der Veröffentlichung der Serie noch gerne entgegen genommen.

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Statusbericht #5

20. August 2010; Kategorie: Gedankenblitz

Korrektur läuft schleppend

Diese Woche haben mich private Pflichten leider extrem von der Korrektur abgehalten.

Trotzdem gibt es heute einen kleinen Statusbericht von mir.

Ich hoffe einfach, dass es nächste Woche wieder etwas besser läuft.

Ich geb mir auf jeden Fall Mühe und bin vollauf motiviert 8)

Fakten

Erste Version: 100% (Rohfassung)

Erste Überarbeitung:

Probeleser Runde 1:

  1. Probeleser: 100%
  2. Probeleser: 9%
  3. Probeleser: 27%
  4. Probeleser: 70% (“nur” Leser)
  5. Probeleser: 9%
  6. Probeleser: 22%

Probeleser Nummer 5 hat sich zwar noch einmal gemeldet. Allerdings will er mir die Korrektur erst geben, wenn er ganz durch ist. Ich vermute einfach mal, dass er die Korrektur als zu hart empfindet und er sich nicht traut. Leider hilft auch gut zureden nichts. Na ja, dann übe ich mich eben in Geduld.

Zweite Überarbeitung:

Probeleser Runde2:

  1. Probeleser: <1%

Das heißt, ich habe ihm schon einen ganz kleinen Teil geschickt, bisher aber noch keine Rückmeldung erhalten.

Fortschritt

Ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder wesentlich produktiver sein kann, weil ich mittlerweile nämlich einen ganz enormen Drang verspüre, endlich fertig zu werden.

Diskussion

Wie weit ist dein Projekt? Wie motiviert bist du? Wie motivierst du dich? Hast du genug Zeit? Wie verschaffst du sie dir?

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Feinkorrektur - Teil 2

17. August 2010; Kategorie: Korrektur

Probeleserkommentare

Obwohl ich mit dem Einbau meiner Probeleser Korrekturen noch nicht ganz fertig bin, möchte ich dir heute schon meine Methode dazu vorstellen.

Denn wenn du deine erste Feinkorrektur abgeschlossen hast und die Probeleser dir ihr Feedback gegeben haben, müssen diese Änderungen natürlich begutachtet und bei Bedarf eingebaut werden.

Im Folgenden also mein Rezept dazu.

Was wüsste ich gerne von den Probelesern?

Nun, was genau ich wissen möchte, das habe ich ihnen ja in ihrer E-Mailanleitung geschrieben. Fakt ist, dass mir für die erste Probeleserrunde der grobe Überblick eigentlich noch wichtiger ist, als Satzbau und Wortwahl. Natürlich bin ich auch für jeden noch so kleinen Tippfehler dankbar. Aber in allererster Linie geht es hierbei darum, die äußere Logik der Geschichte, den Zusammenhang, die Spannung und den Aufbau (Szenenreihenfolge/Kapitelreihenfolge/Zeitstrahl) so hinzubekommen, dass das Lesen Spaß macht.

In der nun folgenden Korrektur werde ich nämlich höchstwahrscheinlich noch so einiges ändern, sodass die eigentliche Grammatik- und Rechtschreibkorrektur erst in der zweiten Runde wirklich wichtig wird.

Wo baue ich die Korrekturen ein?

Nun, das kommt ganz drauf an, mit welchem Programm du dein Manuskript verfasst hast. Natürlich kannst du mit demelben Programm weiterarbeiten.

In jedem Fall würde ich als erstes eine Sicherheitskopie vom Original anlegen und dabei “Version1” oder “VorDenProbelesern” in den Dateinamen schreiben. Wenn du den yWriter benutzt würde ich eine Kopie des kompletten Projektordners anlegen.

So weißt du ganz sicher, dass das Original noch irgendwo unangetastet herumliegt und du kannst völlig ohne Bedenken in der Kopie herumkorrigieren, wie du möchtest. Das hat mir persönlich sehr geholfen, meine ersten Hemmungen zu überwinden.

Korrekturen überfliegen

Hierbei geht es explizit nicht darum, sich Fehler anzusehen, geschweige denn zu verbessern. Es geht mehr darum einen ganz groben Überblick zu bekommen, welche Art von Fehlern deine Probeleser angestrichen haben.

Ich hatte nämlich den Fall, dass einer meiner Probeleser fast ausschließlich Rechtschreibfehler angestrichen hat. Natürlich völlig legitim und durchaus hilfreich, aber dadurch, dass ich mir eben nicht diesen Überblick verschafft habe, habe ich auch seine Korrektur ständig komplett gelesen und immer auf große Anmerkungen gewartet. Das hat eine Menge Zeit gekostet.

Also grob abchecken, was der Probeleser korrigiert hat und wenn es wirklich “nur” Rechtschreibfehler sind, dann empfehle ich eindringlich, sich als Erstes diese Korrektur vorzunehmen und im Eilverfahren die Verbesserungen einzufügen. Das spart nachher enorm viel Zeit.

Noch ein Tipp: Wenn du dir an einer Stelle nicht sicher bist, ob das Wort wirklich so geschrieben wird, wie der Probeleser vermutet und das gerne mit den anderen Probelesern gegenchecken würdest, dann füg das korrigierte Wort einfach in Klammern ein. Gleiches gilt für den Fall, dass dein Rechtschreibprobeleser doch mal irgendwo eine größere Anmerkung gemacht haben sollte: einfach in Klammern einfügen.

Wie binde ich die Korrekturen ein?

Wie schon gesagt habe ich dazu noch kein Patentrezept gefunden.  Meine momentane Lösung sieht so aus, dass ich vier (bzw. drei, ohne den Rechtschreibkorrekturleser) Probeleserkorrekturen auf meinem großen PC-Bildschirm verteile, um alles auf einen Blick zu haben und das zu korrigierende Original öffne ich zur Bearbietung auf meinem Laptop (danke Angioletta, für die Idee ^^). So habe ich den maximalen Überblick.

Seit die Anzahl der Probeleser auf zwei geschrumpft ist, brauche ich sogar nur einen PC: oben Korrektur1 unten Korrektur2 in der Mitte das zu korrigierende Original.

Laut lesen!

Wenn alle Dateien so weit geöffnet sind, scrolle ich in allen Korrekturen kurz durch die nächste Szene, um zu sehen, wo ungefähr die ersten Anmerkungen kommen. So muss ich nicht alles drei oder vier mal lesen, sondern hab im Gefühl, wann ich in die anderen Dokumente schauen muss.

Dann fange ich an, das Original laut vorzulesen. Das ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber es hilft, Unmengen versteckter Fehler zu finden.

Korrigieren

Wie läuft die eigentliche Korrektur ab? Ich hab mal ein kleines Flussdiagramm gebastelt.

Flussdiagramm Korrektur

Ein Klick auf das Bild führt zu einer vollständigen Anischt.

Aber ich erkläre das gerne auch noch einmal ausführlich.

Wie gesagt, ich lese laut. Wenn ich dabei über eine Stelle stolpere, bei der ich das Gefühl habe, dass sie merkwürdig klingt:

  • verbessere ich sie sofort.
  • und/oder werfe ich einen Blick in die Korrekturen.
    • Wenn ich dort einen Vorschlag finde, der mir gefällt, baue ich ihn ein.
    • Wenn nicht, denke ich mir selbst etwas aus.

Wenn ich so weit gelesen habe, dass ich denke, jetzt müsste bald eine Korrektur kommen/schon gekommen sein, werfe ich einen Blick in die Probeleserkorrekturen.

Wenn ich dort eine Korrektur finde, überprüfe ich, ob auch andere Probeleser an dieser Stelle etwas auszusetzen hatten.

  • Falls ja, überprüfe ich, ob sie denselben Verbesserungsvorschlag gemacht haben.
    • Falls ja
      • werde ich den Vorschlag höchstwahrscheinlich annehmen, überlege aber trotzdem zuerst, ob mir noch eine bessere Lösung einfällt.
    • Falls nein
      • überlege ich zuerst, ob mir eine bessere Lösung einfällt.
      • überprüfe ich, welche der Lösungen mir am besten gefällt und werde die Stelle höchstwahrscheinlich ändern.
  • Falls nein, überprüfe ich, ob andere Probeleser in der Nähe dieser Stelle etwas auszusetzen hatten.
    • Falls ja
      • überprüfe ich, ob es Sinn macht, vielleicht den ganzen Absatz/Abschnitt zu überarbeiten.
    • Falls nein
      • überlege ich, ob mir eine bessere Lösung einfällt.
      • entscheide ich, ob ich überhaupt etwas ändere und wenn ja, wie.

Natürlich endet die Korrektur, wenn der Text zu Ende ist.

Rechtschreibung und Grammatik

Schon wieder? Jipp. Jetzt ganz besonders! Wenn alles gut geht, dann möchtest du, dass dein Manuskript in der nächsten Runde fertig wird. Das heißt, du solltest alle Rechtschreibkorrekturen und Grammatikprüfprogramme über dein Manuskript laufen lassen, die du finden kannst. Erst danach solltest du dein Manuskript erneut an (neue) Probeleser schicken. Denn Programme sind leider nicht fehlerfrei und am Ende braucht es meistens ein menschliches Auge, um wirklich alle Fehlerchen zu finden. Also, lieber jetzt prüfen, als nachträglich vielleicht sogar wieder Fehler einzubauen.

Fertig

Wenn du auch hier wieder “Fertig!” rufen kannst, dürften deine Hormone in Höhenflüge geraten, denn du bist (im besten Fall) nur noch eine Korrektur vom Anschreiben an den Verlag entfernt.

Jetzt geht dein Manuskript also ein zweites Mal an die Probeleser. Während du darauf wartest, es zurückzubekommen, solltest du dir schon einmal Verlage raussuchen (s.u.), die du anschreiben möchtest, und lernen ein Exposé zu schreiben.

Natürlich kannst du auch diesmal schon während der eigentlichen Korrektur dein Ergebnis, kapitelweise, an die Probeleser schicken.

Diskussion

Wie pflegst du deine Probeleserkorrekturen ein? Wonach entscheidest du, welche Änderungen du übernimmst? Was ist dein bester Tipp um Fehler ausfindig zu machen?

Teaser

Ich hab im Augenblick eine ziemlich große Serie in der Mache. Dazu gehört unter Anderem ein Artikel darüber, wie du dir einen Verlag aussuchst, wie du ein Exposé schreibst und noch vieles mehr. Du darfst also gespannt sein, denn wahrscheinlich, wenn ich mich ganz doll anstrenge, geht es nächste Woche schon damit los. Allerdings steckt da eine riesige Menge an Recherchearbeit dahinter (ich bin jetzt schon ein paar Wochen dran) und immer wenn ich denke an alles gedacht zu haben, tun sich ganz neue Abgründe auf, deshalb möchte ich nichts versprechen.

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